Thermodrucker

Thermodrucker sind zu einem festen Bestandteil unseres Alltagslebens geworden. Ob beim Einkauf im Supermarkt, an der Tankstelle oder am Fahrkartenautomaten. Bons, Etiketten und Aufkleber werden heutzutage in den meisten Fällen auf thermischer Basis gedruckt.

Dabei wird spezielles Papier verwendet, welches besonders beschichtet ist und auf Wärme reagiert. Diese Schicht besteht aus Pigmenten, Binder, Farbbildner, Entwickler und Hilfsstoffen, welche bei Wärmeeinfluss einen schwarzen Farbstoff bilden. Durch kleine Heizelemente im Inneren des Druckers wird das Papier punktuell erhitzt und Farbbildner und Entwickler reagieren. Unterschiedlich starke Drucktemperatur ist für die Entstehung verschiedener Farbstufen verantwortlich.

Dies ist das am häufigsten angewendete Verfahren des Thermodrucks und wird als Thermodirektdruck bezeichnet.

Das hierfür verwendete Spezialpapier hat in den letzten zwei Jahren erheblich an Qualität gewonnen, so dass insbesondere die Haltbarkeit dieser Ausdrucke verbessert wurde. Beim Thermotransferdruck kommt ebenfalls besonders beschichtetes Papier zum Einsatz.

Bei diesem Thermodruckverfahren werden mit Farbe beschichtete Thermotransferfolien verwendet. Die sich in hoher Anzahl im Druckkopf befindlichen Heizelemente sind computergesteuert. Die einzelnen Heizelemente werden angesteuert und dessen Köpfe erhitzt, so dass die Farbschicht in der Thermofolie an entsprechenden Stellen schmilzt und auf das Papier übertragen wird.

Dieses Druckverfahren wird dann eingesetzt, wenn eine besonders hohe Druckqualität und Haltbarkeit des Ausdrucks erreicht werden soll. Der größte Vorteil eines Thermodruckers ist der einfache digitale Ausdruck. Sehr gute Druckauflösung und hoher Druckkontrast zählen ebenfalls zu den Vorteilen. Nachteilig sind die vergleichbar hohen Druckkosten, da die Farbfolien nur einmalig verwendbar sind. Aus diesem Grund gilt es zur Verbesserung des Thermodrucks eine Thermofolie zu entwickeln, welche mehrfach beschreibbar ist.

Als Besonderheit zum Thema Thermodruck muss noch erwähnt werden, dass Finanzämter darauf bestehen, dass von Bons und Quittungen, vor allem sind diese schon etwas älteren Datums, Kopien angefertigt und aufbewahrt werden. Zu Anfang, als die Haltbarkeit der Aufdrucke noch auffallend gering war, sind die Ausdrucke schnell verblast und wurden unleserlich. Auch wenn dies inzwischen sehr viel besser geworden ist, sollten vor allem Bons und Quittungen vor Sonneneinstrahlung geschützt und zur Sicherheit Kopien angefertigt werden, falls dies aus buchhalterischen Zusammenhängen notwendig sein sollte.

In privaten Haushalten spielt der Thermodruck nur eine untergeordnete Rolle. Zu meist findet man ihn in den Kinderzimmern als Aufkleberdrucker oder in Form von sogenannten Fotodruckern. Die meisten Geräte können direkt an die Digitalkamera angeschlossen werden. Die ausgedruckten Fotos sind von besonders hoher Qualität. Hierbei wird mit dem Thermosublimationsdruck gearbeitet. Die auf der Trägerfolie aufgebrachten Farbstoffe verdampfen unter Wärmeeinfluss. Der gasförmige Farbstoff dringt in das Fotopapier ein und schlägt sich darauf nieder. Die Druckgeschwindigkeit ist zwar gering und die Kosten vergleichbar hoch, die erreichte Bildqualität löst jedoch zunehmend die herkömmliche Fotografie auf Fotofilm (und das damit verbundene anschließende Entwickeln) ab.

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